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MDR1-Defekt und Zucht

Aufgrund der oben geschilderten Problematik sollte der MDR1-Defekt in der Zucht betroffener Hunderassen berücksichtigt werden. Dabei muss insbesondere bei den stark betroffenen Rassen, wie dem Collie, eine langfristig angelegte Zuchtstrategie verfolgt werden. Der MDR1-Genotyp eines Hundes ergibt sich aus der Kombination eines von väterlicher (+ oder -) und eines von mütterlicher Seite (+ oder -) vererbten Merkmals.Das „+“ steht dabei für ein intaktes MDR1-Gen und das „-“ für ein defektes MDR1-Gen bezogen auf das Merkmal MDR1 nt230(del4). Für den MDR1-Genotyp eines Hundes gibt es drei verschiedene Möglichkeiten: Nicht betroffen (MDR1+/+), heterozygot betroffen (MDR1+/-) und homozygot betroffen (MDR1-/-). Ist der MDR1-Genotyp zweier Zuchttiere bekannt, kann bereits eine theoretische Voraussage über den MDR1-Genstatus der Nachkommengeneration getroffen werden. Betroffene Tiere mit dem Genotyp MDR1-/- können aus einer Kreuzung der Genotypen MDR1+/- x MDR1+/-, MDR1+/- x MDR1-/-, oder MDR1-/- x MDR1-/- entstehen. Bei Kreuzung der Genotypen MDR1+/+ x MDR1-/-, MDR1+/+ x MDR1+/-, oder MDR1+/+ x MDR1+/+ entstehen dagegen keine betroffenen MDR1-/- Tiere (siehe Abbildung 3).


Abbildung 3: Der MDR1-Genotyp eines Hundes ergibt sich aus den MDR1-Genotypen der Elterntiere. Nur Nachkommen, welche den MDR1-Defekt von väterlicher und mütterlicher Seite erben, können den homozygoten Genotyp MDR1-/- tragen. Angegeben sind verschiedene Paarungskombinationen, bei welchen MDR1-/- Hunde entstehen (unten) oder nicht entstehen können (oben).


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