Wenn Genehmigungsprozesse digital zusammenwachsen
Die digitale Transformation der Bauverwaltung geht in die nächste Phase: Am 05. und 06. Mai 2026 veranstaltet die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) zusammen mit der TransMIT GmbH zum dritten Mal den Kongress Digitale Baugenehmigung. In der Kongresshalle Gießen sowie per Livestream kommen Fachleute aus Verwaltung, Planung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um zentrale Zukunftsfragen digitaler Genehmigungsprozesse zu diskutieren.
Die Digitalisierung der Bauverwaltung ist längst zu einem entscheidenden Hebel für schnellere, transparentere und rechtssichere Genehmigungsverfahren geworden. Neue gesetzliche Vorgaben und politische Initiativen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus erhöhen den Handlungsdruck – und eröffnen zugleich neue Gestaltungsspielräume für moderne, datenbasierte Prozesse. Vor diesem Hintergrund setzt der Kongress 2026 gezielt auf fachliche Vertiefung und praxisnahe Lösungsansätze.
Fachliche Schwerpunkte 2026
- BIM & GIS: Die wachsende Bedeutung integrierter Geodaten für digitale Baugenehmigungsprozesse und Stadtentwicklung
- Interoperabilität: Wie Plattformen, Fachverfahren und Standards effektiv zusammenspielen können
- Künstliche Intelligenz: Sinnvolle Einsatzfelder, automatisierte Entscheidungsprozesse und neue technologische Möglichkeiten für Bauverwaltungen
- Daten- und Cybersicherheit: Schutz sensibler Informationen in zunehmend vernetzten Bauprozessen
- Internationale Perspektiven: Erfolgreiche digitale Genehmigungsverfahren aus anderen Ländern – und was sich daraus lernen lässt
Hochkarätige Referierende aus Verwaltung, Forschung und Praxis
- dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen,
- dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum,
- dem Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern,
- dem Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI),
- IT-Dienstleistungs- und Softwareunternehmen
- sowie aus der Wissenschaft, u. a. von der RWTH Aachen, der Technischen Universität München, der Hochschule Merseburgund der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
Praxis, Forschung und Austausch auf Augenhöhe
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle integrierter Arbeitsumgebungen für Kommunen, in denen Fachverfahren, Datenquellen und Prozesssteuerung zusammengeführt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der zunehmenden Bedeutung von Geodaten: Anhand aktueller Praxis- und Forschungsbeispiele wird aufgezeigt, wie die Verzahnung von BIM- und GIS-Daten, etwa über XPlan-Schnittstellen, die Qualität und Geschwindigkeit von Genehmigungsentscheidungen verbessern kann. Auch innovative Ansätze wie der 3D-Lageplan im Bauantragsverfahren werden vorgestellt und diskutiert.
Darüber hinaus widmet sich der Kongress den organisatorischen und technologischen Voraussetzungen erfolgreicher Digitalisierung. Im Fokus steht die enge Verbindung zwischen fachlichen Geschäftsprozessen und der zugrunde liegenden IT-Architektur – eine Voraussetzung, um digitale Lösungen nachhaltig, interoperabel und zukunftssicher umzusetzen. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke in kooperative Entwicklungsansätze, bei denen Bauverwaltungen gemeinsam mit Technologieanbietern und Start-ups neue digitale Werkzeuge erproben und weiterentwickeln.
Der Kongress versteht sich bewusst nicht als reine Vortragsveranstaltung, sondern als Plattform für fachlichen Dialog, Austausch und Vernetzung zwischen allen Akteuren entlang des Genehmigungsprozesses.
Der Kongress Digitale Baugenehmigung richtet sich an Mitarbeitende aus Bauaufsichtsbehörden, Planungs- und Ingenieurbüros, Softwareunternehmen, Politik, Forschung und Lehre. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort in Gießen als auch per Livestream möglich.
Für weitere Informationen und zum Anmelden besuchen Sie https://go.thm.de/digi-bau
Ihre Ansprechpartnerin für den Kongress Digitale Baugenehmigung
Katja Däumer
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