Jede Woche stellt das Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche (WiWo) vom Handelsblatt eine Erfindung vor, welche die Welt besser machen könnte. Auch eine technische Entwicklung aus Mittelhessen hat das Zeug zum Gamechanger.
Die Wurzeln vom TransMIT-Projektbereich für Ionenquellen in der Materialbearbeitung (IQM) liegen in jahrzehntelanger Pionierarbeit auf dem Gebiet des Hochfrequenz-Ionenantriebs, inspiriert von der Forschung und den Erkenntnissen von Prof. Horst Löb, einer Schlüsselfigur der europäischen Elektrischen Antriebstechnik. Seine Vision und seine Führung haben maßgeblich den Ansatz vom IQM bei der Entwicklung fortschrittlicher Plasma- und Antriebstechnologien geprägt. Aufbauend auf diesem Erbe hat sich IQM zu einem eigenständigen Projektbereich innerhalb der TransMIT GmbH entwickelt, der sich der Weiterentwicklung modernster Antriebs- und Plasmatechnologien widmet.
Unter der fachlichen Leitung von Dr. Davar Feili entwickelte sich IQM zu einem anerkannten Kompetenzbereich, der zahlreiche Aufträge der ESA und der Industrie betreute und dabei eng mit universitären Labors zusammenarbeitete. Prof. Löb stand dem IQM bis zu seinem Tod im Jahr 2016 als leitender Berater zur Seite und sorgte dafür, dass sein wissenschaftliches Vermächtnis weiterhin im Mittelpunkt der Philosophie des Kompetenzbereichs stand. Ein Meilenstein in dieser Zeit war die erste europäische Versuchsreihe zum luftatmenden Elektroantrieb (ABEP) im Jahr 2010, bei der das IQM den stabilen Betrieb eines RIT-10-Triebwerks unter Verwendung von Atmosphäregasen demonstrierte. Diese Pionierarbeit lieferte die ersten Lebensdauer- und Erosionsdaten für den VLEO-Betrieb und legte damit den Grundstein für zukünftige europäische ABEP-Programme - ein Gamechanger, wie die WiWo treffend titelt.
Wie diese Idee und SpaceTech, vom Erdorbit aus unsere Welt verändern und verbessern kann, dies erfahren Sie im Beitrag zu den Ionentriebwerken für Satelliten im Very Low Earth Orbit (VLEO) unter https://www.wiwo.de/technologie/gamechanger-diese-satelliten-sollen-atmen-lernen/100205933.html
Partner des Projektes sind die Universität der Bundeswehr München und für die Finanzierung die Europäischen Weltraumorganisation (engl. European Space Agency - ESA).
Seit Mitte der 2010er Jahre leitet Maria Smirnova IQM und führte den Projektbereich durch eine aktive Phase der Zusammenarbeit mit der ESA und der Technologieentwicklung. Unter ihrer Leitung leistete IQM einen Beitrag zu bedeutenden ESA-Aktivitäten, darunter die Entwicklung des RIT-3.5 für das NGGM (übergeben von Dr. Davar Feili) und das VISP-Projekt, bei dem eine innovative Mehrgitteroptik eingeführt wurde, die einen Betrieb mit variablem spezifischem Impuls ermöglichte. Im gleichen Zeitraum konzipierte und testete das Team auch den Impulse Transfer Thruster (ITT) – den ersten Gitter-Ionenantrieb mit zentral montierter Kathode, der für Strahlführungs- und Trümmerbeseitigungsmissionen entwickelt wurde und eine außergewöhnliche Leistung demonstrierte, die weltweit nach wie vor unübertroffen ist. Auch seine doppelseitige Konfiguration wurde erfolgreich getestet.
Erfahren Sie mehr zum IQM kurz gehalten unter https://www.transmit.de/geschaeftsbereiche/zentren/details/?z_id=141 und mit mehr Einblicken in die Technologien, Innovationen und Expertise im Engineering für Weltraum & Co. unter https://iqm.transmit.de/
Fachliche Ansprechpartnerin:
+49 (6 41) 943 64 0
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